SHK-Innungen Würzburg und Main-Spessart sprechen Gesellen frei
Würzburg – Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) dauert in der Regel bis zu dreieinhalb Jahre. Für 42 junge Menschen endete diese anspruchsvolle Zeit in der vergangenen Woche: In einer Feierstunde im Heidingsfelder Radlersaal erhielten sie ihre wohlverdienten Gesellenbriefe.
Zwischen Anspannung und Erleichterung
Die Freisprechung von Handwerksgesellen gleicht fast einer Bescherung zu Weihnachten: Die Spannung steigt bis zur Übergabe der Gesellenbriefe ins Unermessliche und fällt erst, wenn der Junghandwerker seinen Leistungsnachweis in den Händen hält. So geschehen am Freitagnachmittag (13.03.26) als die Obermeister Werner Rath (Innung Würzburg) und Johannes Reber (Innung Main-Spessart) im Radlersaal die lang erwarteten Gesellenbriefe an 29 Junghandwerker aus Würzburg und 13 aus Main-Spessart überreichten.
Obermeister Rath lobte Einsatz und Engagement der frischgebackenen SHK-Gesellen: „Mit der bestandenen Gesellenprüfung haben Sie bewiesen, dass Sie Ihr Handwerk beherrschen und bereit sind, als vollwertige Fachkräfte ins Berufsleben einzutreten.“ Er hob hervor, dass die jungen Fachkräfte mit ihrer Ausbildung im SHK-Bereich mitten in der gesellschaftlichen Debatte stehen. Während die Politik oft nur diskutiert, seien sie diejenigen, die handeln: „Sie sind nicht mehr nur Handwerker, Sie sind Klimaretter, Techniker und Experten für die Lebensqualität in unseren Häusern.“ Ein besonderes Dankeswort richtete Rath an die Ausbildungsbetriebe, die Familien der Auszubildenden und die Lehrkräfte der Berufsschule. „Dass unsere Absolventen so hervorragende Ergebnisse erzielen konnten, verdanken wir auch der exzellenten Ausbildung an der Franz-Oberthür-Schule!“
Handwerk aktiv leben
Handwerkskammerpräsident Michael Bissert, selbst Meister im SHK-Handwerk, gratulierte ebenfalls. Er betonte die Herausforderungen und Chancen dieses Berufs: Wer in diesem Gewerk arbeitet, schafft mit eigenen Händen, hilft Menschen im Alltag und installiert Lösungen für die Zukunft. Die Freisprechung sei nicht nur ein Abschluss, sondern auch eine Verpflichtung, die Werte des Handwerks weiterzugeben. Diesen Worten schloss sich Kreishandwerksmeister Martin Strobl an. Er forderte die Gesellen auf, dran zu bleiben, sich weiterhin fortzubilden, ehrenamtlich zu engagieren und das Handwerk aktiv zu leben. Abschließend würdigte Tobias Selzam von der Franz-Oberthür-Schule die hohe Komplexität des SHK-Berufs, der sowohl in der Schule als auch im Betrieb große Anforderungen stelle. Mit der Freisprechung seien die Absolventen nun Facharbeiter auf Augenhöhe.
Text: Rudi Merkl
Foto: Dirk Herrlein


































































































































































