Open post

DAS EIGENTLICHE PROBLEM BLEIBT DIE POLITISCHE DAUER- UNRUHE

DAS EIGENTLICHE PROBLEM BLEIBT DIE POLITISCHE DAUER- UNRUHE

Sankt Augustin, 13. Mai 2026 - Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz versucht die Bundesregierung sichtbar, die größten Fehler des bisherigen Heizungsgesetzes zu korrigieren. Das ist notwendig. Denn die vergangenen Jahre haben massiv Vertrauen gekostet – bei Eigentümern, Verbrauchern und Handwerk.

Das eigentliche Problem bleibt jedoch bestehen: Die Politik verändert permanent die Spielregeln.

Erst wurde der Wärmemarkt mit maximalem politischen Druck in eine Richtung gedrängt. Jetzt folgt die teilweise Korrektur. Gleichzeitig entstehen neue europäische Vorgaben, neue Nachweise und neue technische Anforderungen. Für Eigentümer und Betriebe entsteht so erneut der Eindruck: Wirklich dauerhaft gilt nichts mehr.

„Viele Menschen investieren derzeit nicht, weil sie grundsätzlich gegen Modernisierung wären“, erklärt ZVSHK-Präsident Michael Hilpert. „Sie investieren nicht, weil sie befürchten, dass die politischen Rahmenbedingungen in zwei oder drei Jahren schon wieder anders aussehen.“

Genau diese Dauer-Unruhe wird zunehmend zum eigentlichen Modernisierungshemmnis im Gebäudebereich.

Das SHK-Handwerk kann Wärmewende. Die technischen Lösungen sind da. Die Betriebe sind da. Was fehlt, sind dauerhaft verlässliche politische Rahmenbedingungen.

Deshalb reicht es nicht, einzelne Regeln zu korrigieren oder neue Überschriften zu erfinden. Entscheidend ist, ob die Politik endlich aufhört, den Markt permanent mit neuen Ankündigungen, Korrekturen und Unsicherheiten zu überziehen.

„Die Menschen brauchen keine nächste Heizungsdebatte“, erklärt Hilpert. „Sie brauchen endlich das Gefühl, dass politische Regeln auch länger als eine Legislaturperiode Bestand haben.“

Hinzu kommt: Wer die Elektrifizierung des Wärmemarktes politisch will, muss endlich die Stromkosten senken. Solange Strom künstlich teuer bleibt, bleibt auch die Wärmewende unnötig teuer.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz kann ein Schritt zur Beruhigung des Marktes werden. Dafür muss das parlamentarische Verfahren jetzt aber genutzt werden, um das Gesetz einfacher, verständlicher und langfristig verlässlicher zu machen.

Open post

SHK HANDWERK 2025 – UMSATZ UND AUFTRÄGE RÜCKLÄUFIG – INVESTITIONSSTAU BREMST BRANCHE

Berlin/Sankt Augustin, 4. Mai 2026 – Das SHK-Handwerk in Deutschland hat das Jahr 2025 auf weiterhin hohem Niveau abgeschlossen, jedoch mit rückläufigem Umsatz und nachlassender Dynamik. Nach Jahren außergewöhnlicher Nachfrage zeigt sich eine spürbare Abkühlung: Aufträge und Auslastung gehen zurück, ein neuer Wachstumsschub bleibt vorerst aus. Der Branchenumsatz lag bei rund 59,1 Milliarden Euro, erwirtschaftet von etwa 48.000 Betrieben mit 390.000 Beschäftigten.

„Die Branche ist stabil, aber sie kommt nicht voran. Was fehlt, sind verlässliche politische Rahmenbedingungen, die Investitionen auslösen – und nicht immer neue Unsicherheit“, sagt ZVSHK-Präsident Michael Hilpert. Die Ausbildung entwickelt sich stabil, aber zu langsam. Im Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker SHK waren 2025 insgesamt 40.770 Auszubildende registriert (+0,8 %). Gleichzeitig meldet aktuell rund die Hälfte der Betriebe offene Stellen. Vor fünf Jahren lag dieser Anteil noch deutlich höher. Der Fachkräftemangel bleibt damit ein strukturelles Wachstumshemmnis – auch wenn sich die Lage zuletzt leicht entspannt hat.

„Die Ausbildung läuft – aber sie reicht nicht. Wir bilden auf stabilem Niveau aus, doch das Wachstum hält mit dem steigenden Bedarf nicht Schritt“, erklärt Michael Hilpert. Das Geschäft im SHK-Handwerk wird weiterhin vom Gebäudebestand getragen – allerdings zunehmend durch Reparatur und Instandhaltung. Investitionen in neue Heizungen oder Bäder bleiben vielfach aus. Diese Investitionszurückhaltung bremst die Branche spürbar. Die Nachfrage ist grundsätzlich vorhanden, schlägt sich jedoch zu selten in echten Modernisierungsentscheidungen nieder. Stabil bleibt vor allem das Kundendienst- und Wartungsgeschäft.

Ein zentraler Unsicherheitsfaktor bleibt die politische Lage rund um Gebäudeenergiegesetz und Förderung. Viele Investoren verschieben Entscheidungen oder warten ab. „Die Leute wollen investieren – aber sie warten. Solange die Regeln unklar sind, passiert zu wenig“, betont Hilpert.

 

Text und Fotos: SHK Fachverband Bayern

Open post

SHK-HANDWERK VERLIERT AN DYNAMIK – MARKT ZEIGT DEUTLICHE WARNSIGNALE

SHK-HANDWERK VERLIERT AN DYNAMIK – MARKT ZEIGT DEUTLICHE WARNSIGNALE

Berlin/Sankt Augustin, 22. April 2026 – Die wirtschaftliche Lage im SHK-Handwerk kippt weiter in Richtung Abschwung. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) unter rund 1.690 Innungsbetrieben.

Zwar wird die aktuelle Geschäftslage mit einem Indikator von +36,4 Prozent noch positiv bewertet, doch dieser Wert sinkt weiter. Gleichzeitig bleiben die Erwartungen für die kommenden Monate klar im negativen Bereich (–7,4 Prozent). Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Auftragsbestand: Mit durchschnittlich 11,5 Wochen liegt er rund vier Wochen unter dem Vorjahresniveau. Auch bei den Umsätzen zeigt sich ein klarer Abwärtstrend – nur noch etwa 14 Prozent der Betriebe berichten von Zuwächsen, während rund ein Drittel Rückgänge verzeichnet.

Das SHK-Handwerk lebt aktuell noch von seiner Substanz. Rund 44 Prozent der Betriebe arbeiten zwar weiterhin an oder über der Kapazitätsgrenze, doch die Auslastung nimmt insgesamt ab. Gleichzeitig stagniert die Beschäftigung, ein spürbarer Aufbau findet nicht mehr statt. Dass nur noch 48,8 Prozent der Betriebe offene Stellen melden, ist dabei kein Entspannungssignal, sondern Ausdruck der nachlassenden Nachfrage. Das SHK-Handwerk bleibt stark zudem vom Sanierungsgeschäft abhängig: Über 83 Prozent des Umsatzes werden im Bestand erwirtschaftet. Genau hier fehlt es jedoch zunehmend an Investitionsimpulsen.

ZVSHK-Präsident Michael Hilpert bewertet die Lage deutlich kritisch: „Die Zahlen zeigen klar: Unser Handwerk verliert an Fahrt. Weniger Aufträge, rückläufige Umsätze und pessimistische Erwartungen sind keine Momentaufnahme mehr, sondern ein Trend. Unsere Betriebe halten das System aktuell noch am Laufen – aber auf Verschleiß.“ Hilpert sieht die Ursachen vor allem in fehlender Verlässlichkeit der politischen Rahmenbedingungen, hoher Bürokratie und anhaltender Verunsicherung bei Investoren und privaten Haushalten. Ohne klare, einfache und langfristig stabile Regeln werde die Modernisierungsdynamik weiter nachlassen.

Open post

SCHEIN-ENTLASTUNG AUF KOSTEN DES HANDWERKS

Die Beschlüsse des Koalitionsausschusses zur Entlastung bei den Energie- und Spritpreisen sorgen auch im SHK-Handwerk für erheblichen Unmut – und das zu Recht. Insbesondere die geplante steuer- und abgabenfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro ist kein Instrument echter Entlastung, sondern eine Verlagerung staatlicher Verantwortung in die Betriebe.

Was hier als schnelle Hilfe verkauft wird, bedeutet in der Praxis: Der Staat verteilt Versprechen – und die Unternehmer sollen bezahlen. Gerade in einer Phase, in der viele Handwerksbetriebe selbst mit steigenden Energie-, Material- und Personalkosten kämpfen, ist das ein völlig falsches Signal.

Wer glaubt, Betriebe könnten ihren Beschäftigten kurzfristig zusätzliche Prämien in dieser Größenordnung auszahlen, verkennt die wirtschaftliche Realität im Handwerk. Viele unserer Unternehmen arbeiten am Limit, sichern Arbeitsplätze und Ausbildung – und sollen nun zusätzlich als verlängerter Arm staatlicher Entlastungspolitik fungieren. Das ist weder fair noch verantwortungsvoll.

Hinzu kommt: Solche Maßnahmen lösen kein einziges strukturelles Problem. Was wir brauchen, sind nachhaltige Entlastungen – bei Energiepreisen, bei Abgaben und bei bürokratischen Belastungen. Nur so schaffen wir die notwendige Planungssicherheit für Investitionen und Beschäftigung.

Das SHK-Handwerk war und ist bereit, seinen Beitrag zu leisten – gerade auch im Kontext der Energiewende. Aber dieses Miteinander funktioniert nur, wenn die Politik ihre Aufgaben selbst erfüllt und nicht versucht, Probleme auf die Betriebe abzuwälzen.

So wie es jetzt läuft, entsteht der Eindruck, dass hier ausgetestet wird, wie weit man gehen kann. Das ist gefährlich. Denn wer dauerhaft die Leistungsfähigkeit und Belastungsgrenzen des Mittelstands ignoriert, riskiert nicht nur wirtschaftlichen Schaden, sondern auch weiteren Vertrauensverlust.

Wir brauchen keine Symbolpolitik. Wir brauchen verlässliche, faire und wirtschaftlich tragfähige Lösungen.

Michael Hilpert – Präsident Zentralverband Sanitär Heizung Klima

 

Text und Fotos: SHK Fachverband Bayern

Open post

Workshop mit dem Friedrich-König-Gymnasiums

SHK-Innungen Würzburg zeigt den Beruf des Anlagenmechanikers

Würzburg - Heute durften wir die Schüler des Friedrich-König-Gymnasiums bei uns begrüßen. Wir haben ihnen gezeigt, was den Beruf des Anlagenmechanikers ausmacht und was alles hinter den Kulissen steckt. Von moderner Technik über Teamarbeit bis hin zu spannenden Projekten - es war uns eine Freude, einen Einblick in unseren Arbeitsalltag zu geben.
Danke für euren Besuch und euer Interesse 🙂
Vielleicht sehen wir den ein oder anderen ja bald in der Ausbildung wieder
Text: SHK Innung Würzburg; Foto: Dirk Herrlein; Werner Rath

 

Open post

„Sie sind nicht mehr nur Handwerker, sondern auch Klimaretter!“

SHK-Innungen Würzburg und Main-Spessart sprechen Gesellen frei

Würzburg – Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) dauert in der Regel bis zu dreieinhalb Jahre. Für 42 junge Menschen endete diese anspruchsvolle Zeit in der vergangenen Woche: In einer Feierstunde im Heidingsfelder Radlersaal erhielten sie ihre wohlverdienten Gesellenbriefe.

Zwischen Anspannung und Erleichterung

Die Freisprechung von Handwerksgesellen gleicht fast einer Bescherung zu Weihnachten: Die Spannung steigt bis zur Übergabe der Gesellenbriefe ins Unermessliche und fällt erst, wenn der Junghandwerker seinen Leistungsnachweis in den Händen hält. So geschehen am Freitagnachmittag (13.03.26) als die Obermeister Werner Rath (Innung Würzburg) und Johannes Reber (Innung Main-Spessart) im Radlersaal die lang erwarteten Gesellenbriefe an 29 Junghandwerker aus Würzburg und 13 aus Main-Spessart überreichten.

Obermeister Rath lobte Einsatz und Engagement der frischgebackenen SHK-Gesellen: „Mit der bestandenen Gesellenprüfung haben Sie bewiesen, dass Sie Ihr Handwerk beherrschen und bereit sind, als vollwertige Fachkräfte ins Berufsleben einzutreten.“ Er hob hervor, dass die jungen Fachkräfte mit ihrer Ausbildung im SHK-Bereich mitten in der gesellschaftlichen Debatte stehen. Während die Politik oft nur diskutiert, seien sie diejenigen, die handeln: „Sie sind nicht mehr nur Handwerker, Sie sind Klimaretter, Techniker und Experten für die Lebensqualität in unseren Häusern.“ Ein besonderes Dankeswort richtete Rath an die Ausbildungsbetriebe, die Familien der Auszubildenden und die Lehrkräfte der Berufsschule. „Dass unsere Absolventen so hervorragende Ergebnisse erzielen konnten, verdanken wir auch der exzellenten Ausbildung an der Franz-Oberthür-Schule!“

Handwerk aktiv leben

Handwerkskammerpräsident Michael Bissert, selbst Meister im SHK-Handwerk, gratulierte ebenfalls. Er betonte die Herausforderungen und Chancen dieses Berufs: Wer in diesem Gewerk arbeitet, schafft mit eigenen Händen, hilft Menschen im Alltag und installiert Lösungen für die Zukunft. Die Freisprechung sei nicht nur ein Abschluss, sondern auch eine Verpflichtung, die Werte des Handwerks weiterzugeben. Diesen Worten schloss sich Kreishandwerksmeister Martin Strobl an. Er forderte die Gesellen auf, dran zu bleiben, sich weiterhin fortzubilden, ehrenamtlich zu engagieren und das Handwerk aktiv zu leben. Abschließend würdigte Tobias Selzam von der Franz-Oberthür-Schule die hohe Komplexität des SHK-Berufs, der sowohl in der Schule als auch im Betrieb große Anforderungen stelle. Mit der Freisprechung seien die Absolventen nun Facharbeiter auf Augenhöhe.

 

Text: Rudi Merkl

Foto: Dirk Herrlein

 

Open post

„Wir bringen die Wärmewende in die Gebäude der Stadt!“

SHK-Innung informiert über die Wärmeplanung in der Stadt Würzburg

Würzburg – Im Rahmen einer Infoveranstaltung zum Wärmeplanungsgesetz und der aktuellen Wärmeplanung der Stadt Würzburg lud die SHK-innung Würzburg kürzlich in die Akademie für Unternehmensführung ein.

Neben rund 80 interessierten Vertretern von SHK-Planern, Mitglieds- und Fachbetrieben sowie aus Architekturbüros konnte Obermeister Werner Rath Pascal Kleinfeller von der Stabsstelle Klima und Nachhaltigkeit der Stadt Würzburg und Alexander Schuh von der Firma Vaillant Deutschland als Referenten willkommen heißen. „Wir befinden uns aktuell mitten in der Phase des Umbruchs“, betonte Rath in seiner Einführung. Das Gebäudeenergiengesetz (GEG) und das Wärmeplanungsgesetz (WPG) habe bei vielen Hauseigentümern und Fachleuten für große Unsicherheit gesorgt. Mit der Veranstaltung wolle man ein Stück weit klären, „was man aktuell wann einbauen darf“ und was die Stadt Würzburg im Hintergrund plane, so der SHK-Obermeister.

Klimaneutralität bis 2040

Nachdem Inkrafttreten des WPG am 1. Januar 2024 sei es nun Aufgabe der Stadt Würzburg als Kommune mit mehr als 100 000 Einwohnern bis zum 30. Juni 2026 einen kommunalen Wärmeplan zu erstellen. Ziel ist, bis 2040 klimaneutral zu werden und Entscheidungshilfen für den Einbau neuer Heizungsanlagen zu geben. Eine Bestandsanalyse ergab einen Gesamtwärmebedarf von 1.550 Gigawattstunden pro Jahr (GWh/a). In Kooperation mit der Würzburger Verkehrs- und Versorgungs GmbH (WVV) wurden anschließend die Potenziale (erneuerbare Potenziale und Einsparpotentiale) der Stadt ermittelt. Laut Pascal Kleinfeller stehen demnach 8774 GWH/a Potenzial zur Verfügung. Dieses gelte es nun, möglichst kosteneffizient zu erschließen. Dazu werde die Stadt Wärmegebiete ausweisen und nach Fernwärme, Nahwärme und dezentraler Wärmeversorgung unterscheiden.

Zu diesem Zweck werde die Stadt in Wärmegebiete – aufgeteilt nach Fernwärme, Nahwärme und dezentrale Wärmeversorgung – unterteilt. Die aktuelle Wärmeplanung sieht dabei fünf Strategiefelder vor: Potenzialerschließung, Wärmenetzausbau, Sanierung/Modernisierung, Heizungsumstellung und Wasserstoffnutzung. Kleinfeller betonte, dass Wärmeplanung als iterativer Prozess zu betrachten sei: Regelmäßiges Monitoring und ein ständiger Informationsaustausch seien erforderlich, um die Planung an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.

Rechtliche Änderung

Im zweiten Teil der Veranstaltung erläuterte Alexander Schuh, Leiter Verbandsmanagement Vaillant Deutschland, die aktuellen Rahmenbedingungen und geplanten Gesetzesänderungen. Die Regierungskoalition habe Eckpunkte für ein neues GEG beschlossen, das künftig als Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) bezeichnet werden soll und mehr Technologieoffenheit und Praxistauglichkeit bringen soll. Geplant sei unter anderem die Streichung der 65-Prozent-Regelung für erneuerbare Energien, das Wegfallen eines Betriebsverbots für bestehende Heizungen sowie die Möglichkeit, wieder Gasheizungen zu verbauen. Die Klimaschutzziele für den Gebäudesektor blieben bestehen; außerdem sei ab 2029 die Einführung einer biogenen Beimischungsquote für fossile Energieträger vorgesehen.

Handlungsempfehlung

Das Eckpunktepapier der Bundesregierung, das ab Juli 2026 als GMG in Kraft treten soll, sei derzeit noch viel zu vage für eine belastbare Beratung, so Alexander Schuh „Wer heute mutmaßt, haftet morgen für falsche Versprechungen“, warnt Obermeister Rath. Er empfiehlt daher aktuell den Einbau von Wärmeerzeugern, die nach der heute gültigen Förderkulisse zuschussfähig sind. Denn eine KfW-Zusage bleibe in der Regel mindestens zwei Jahre gültig – auch wenn sich die Gesetzeslage zwischenzeitlich ändere.

Abschließend beantworteten die beiden Referenten gemeinsam mit Christian Fröhlich von der WVV in einer Diskussionsrunde die Fragen der Teilnehmer.

 

Text und Foto: Rudi Merkl

Open post

Macher-Tag im Bildungszentrum Würzburg

Wir waren mit dabei

Am 7. März 2026 war die SHK Innung Würzburg beim Macher-Tag im Bildungszentrum Würzburg mit dabei und begeisterte zahlreiche Schülerinnen und Schüler für das Handwerk. An diesem spannenden Tag konnten viele Berufe nicht nur kennengelernt, sondern auch direkt selbst ausprobiert werden.

Mit viel Neugier und Interesse erkundigten sich die Jugendlichen, welche Aufgaben die einzelnen Berufe beinhalten und welche Fähigkeiten dafür gefragt sind. Ob praktische Übungen, persönliche Gespräche oder informative Einblicke in den Arbeitsalltag – der Macher-Tag bot eine tolle Gelegenheit, Berufe hautnah zu erleben.

Ein rundum gelungener Tag, der vielen jungen Menschen wertvolle Orientierung für ihre berufliche Zukunft gegeben hat.

 

 

Text und Foto: S. Köller

Open post

SHK Innung Würzburg blickt in Feierstunde auf 120-jährige Erfolgsgeschichte zurück

Nicht nur Verwalter der Tradition, sondern Gestalter der Zukunft

Würzburg – Das Jahr 2026 steht für die Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) Innung Würzburg ganz im Zeichen ihres 120-jährigen Bestehens. Zusammen mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Vertreterinnen und Vertretern von über 100 Mitgliedsbetrieben feierte die Innung kürzlich in der Akademie für Unternehmensführung in der Würzburger Zellerau den Start ins Jubiläumsjahr.

Eine starke Solidargemeinschaft

Nach der Begrüßung der Ehrengäste nutze Obermeister Werner Rath in einem kurzen Statement die Gelegenheit, schlaglichtartig die Geschichte vom damaligen „Flaschner“ und „Klempner“ in den Gründerjahren hin zum gesuchten und gefragten IT-Spezialisten, Energieberater, Planer, Hygieneberater und Systemtechniker in der Gegenwart zu beleuchten. Dem Handwerk eine starke Stimme zu geben, Qualität zu sichern und den Nachwuchs ordentlich auszubilden, seien die Visionen gewesen, 1906 die SHK-Innung aus der Taufe zu heben. Trotz oder gerade wegen des Wandels haben diese Ziele und die Innung selbst bis heute nicht an Bedeutung verloren. „Auch wenn wir im Markt Wettbewerber sind, agieren wir innerhalb der Innung als starke Solidargesellschaft und können gemeinsam mehr erreichen als jeder für sich allein“, betonte der Obermeister. Gerade hier im Bildungszentrum wird es besonders deutlich, dass wir nicht nur die Verwalter der Tradition sind, sondern auch die Gestalter der Zukunft. Mit einer innovativen, ortsnahen und hervorragenden dualen Ausbildung schaffen wir das Fundament für die nächste Generation von Experten. Wir bilden nicht nur Handwerker aus, wir formen die Spezialisten für die Energiewende und die digitale Vernetzung von morgen“, so Rath und betont zusammenfassend, „dass für die SHK Innung die Ausbildung kein Pflichtprogramm sei, sondern die wichtigste Investition in die Lebensqualität und die Zukunft unserer Heimat!“

Wichtiger Partner der Wärmewende

Anschließend gratulierten Michael Bissert, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken (HWK), und selbst Meister im SHK-Handwerk, sowie Dr. Wolfgang Schwarz, Hauptgeschäftsführer Fachverband SHK Bayern zum Jubiläum und unterstrichen die Bedeutung einer starken Innung für das Handwerk und die Gesellschaft. „Mit einem Mitgliederzuwachs von über zehn Prozent in den zurückliegenden Jahren sei die Würzburger SHK-Innung sehr erfolgreich, was nicht zuletzt auch einem sehr umtriebigen und „lauten“ Obermeister zu verdanken sei“, brachte es Schwarz auf den Punkt. Würzburgs 2. Bürgermeisterin Dr. Sandra Vorlová lobte die Innung als Rückgrat des Mittelstands und Motor für Wirtschaft, Ausbildung und sozialen Zusammenhalt. Außerdem betonte sie, dass die Innung für Verlässlichkeit stehe und für die Stadt Würzburg auf dem Weg zur Klimaneutralität ein wichtiger Partner sei. „Sie bringen die Lösungen in unsere Wohnungen und sind dafür verantwortlich, dass Umweltschutz sowie Energie- und Wärmewende gelingen!“ Dem stimmten auch der Würzburger Landrat Thomas Eberth sowie Bezirksrat und HWK-Vizepräsident Josef Hofmann zu. „Ihr seid die Exekutive der Wärmewende und formt die Fachkräfte von morgen, die die Region so dringend braucht“, so Hofmann.

 

Text und Foto: Rudi Merkl

Open post

WIR BRAUCHEN EINEN KURSWECHSEL.

2026 MUSS DAS JAHR DER UMSETZUNG WERDEN.

Die wirtschaftspolitische Bilanz der Bundesregierung ist ernüchternd. Aus Sicht des Handwerks war das vergangene Jahr in weiten Teilen ein verlorenes Jahr. Strukturelle Probleme wurden nicht entschlossen angegangen. Statt eines wirtschaftspolitischen Aufbruchs erleben wir Stillstand, Unsicherheit und eine Politik, die Vertrauen verspielt.

Deutschland leidet zunehmend an mangelnder Leistungsbereitschaft. Leistungsanreize wurden geschwächt, Arbeit verteuert und Verantwortung delegiert. Gleichzeitig wachsen staatliche Ansprüche, während Investitionen, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zurückgehen. Leistung lohnt sich immer weniger – mit spürbaren Folgen für Betriebe und Beschäftigte.

Hinzu kommt eine Wirtschaftspolitik, die unternehmerisches Handeln eher hemmt als fördert. Hohe Energiepreise, eine erdrückende Bürokratie und immer neue Regulierung belasten die Betriebe massiv. Gerade das SHK-Handwerk ist davon besonders betroffen. Unsere Betriebe sollen die Energiewende praktisch umsetzen – werden dabei aber durch die permanente öffentliche und politische Debatte um das sogenannte Heizungsgesetz, zusätzliche Bürokratie und immer neue Detailvorgaben ausgebremst.

Diese Kombination ist nicht tragfähig. Verunsicherung ist der größte Investitionskiller. Besonders irritierend ist, dass trotz veränderter politischer Mehrheiten ein echter wirtschaftspolitischer Kurswechsel bislang ausbleibt. Statt mutiger Reformen erleben wir bekannte Muster: mehr Regulierung, mehr Kontrolle, mehr staatliche Vorgaben. Für das Handwerk ist nicht entscheidend, aus welchem politischen Lager diese Ideen stammen – entscheidend ist ihre Wirkung. Und diese Wirkung ist negativ.

Deutschland verliert an Wettbewerbsfähigkeit, weil politische Entscheidungen zu oft an der Praxis vorbeigehen. Besonders im Gebäudebereich zeigt sich das deutlich: Nicht Technik, Handwerk oder Förderung treiben die Kosten, sondern die Bürokratie. Solange diese Erkenntnis ignoriert wird, bleiben Investitionen aus. Das SHK-Handwerk ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. Wir stehen für Leistung, Qualität und Verlässlichkeit. Wir sind Umsetzer der Wärmewende und Anwalt der Verbraucher. Aber wir erwarten im Gegenzug eine Wirtschaftspolitik, die Leistung wieder einfordert, Bürokratie abbaut und Verlässlichkeit schafft.

Deutschland braucht kein weiteres Jahr des Zögerns. 2026 muss das Jahr der Umsetzung werden. Die Politik muss sich entscheiden: Vertrauen in Mittelstand und Handwerk – oder weiterer Stillstand.

Michael Hilpert – Präsident Zentralverband Sanitär Heizung Klima

 

Text und Fotos: SHK Fachverband Bayern

Posts navigation

1 2 3 4 5 6 7
Scroll to top
Cookie-Einstellungen